Entries tagged as tränen
Wednesday, October 29. 2008
Inzwischen so zwei Jahre her
Ich habe so geweint, als das Finale endlich zu sehen war. Ich vermisse die Charaktere sehr, denn sie sind genau wie die Serie rundum gelungen, bei der Darstellung um Liebe, Leben und Ableben.
Tuesday, September 16. 2008
Auf meinem Knie...
...sitzend ist meine Süße weg geratzt. Wir haben chillige Musik gehört. Schon beim ersten Titel Sarı Gelin von Yavuz Bingöl hat sie sich gegen meine Brust gelehnt. Und die nächste halbe Stunde dort verweilt. Ganz ruhig, bis sie eingeschlafen ist. Bis auf einmal, beim dritten Sarı Gelin - ich hab das Lied in fünf Versionen - hatte ich das Gefühl sie würde gleich weinen, weil ich auch ziemlich nah am Wasser gebaut bin und beim Singen wohl sehr unglücklich gewirkt habe. Hannah angelächelt war es wieder gut. Störte sie gar nicht, dass die Mama tränenüberströmtes Gesicht hatte. Fies nur, dass irgendwer an der Haustür geklingelt hat und sie wach wurde. Und es war nur Werbung. Nun schläft sie aber wieder, weil ich sie hingelegt und ihr den Schnuller in den Mund gegeben habe, zur Beruhigung.
Friday, May 2. 2008
Gabrielle...
...bringt mich mit "Don't Need The Sun To Shine" zum Weinen. Aber das ist nicht ungewöhnlich, bin doch eh so nah am Wasser gebaut.
Wednesday, November 21. 2007
Atonement

Ich habe mir gestern Abend "Abbitte" im Kino angesehen, dabei bereits ab Mitte des Films, der Protagonist seufzte merklich auf als seine Teure ihm Gestand, was sie empfand, unaufhörlich weinen müssen, was in einem schluchzenden Häufchen Arzu endete. Ich bereue, dass ich das Buch von Ian McEwan nicht vorher gelesen habe. Aber ich werde dies so bald ich kann nachholen. Der Film lässt mich einfach nicht los.
Thursday, November 8. 2007
Mathematik
Warum habe ich Mathematik eigentlich noch so positiv in Erinnerung? Vermutlich liegt es daran, dass ich früher weder etwas mit Sinus, Kosinus und Tangens, noch mit Kreisgleichung sowie nichts mit irgendwelchen Funktionen zu tun hatte.
Wenn ich resigniert aus dem Unterricht nach Hause komme und mich angewidert weigere irgendwie damit zu befassen, sowieso vermeintlich keine Zeit für das Förderangebot in der Schule habe, dann auch noch erst zur Nachtstunde mit meinem Ehemann, heulend die Hausaufgaben auf den letzten Drücker erledige, dann weiß ich, das werden keine leichten drei Jahre zum Abitur!
Ich wünschte ja, man könnte Mathematik wie Physik schon im ersten Halbjahr abwählen, das wäre grandios. Warum hat sich bis heute noch keiner für so etwas auf die Straße bewegt. Wir wissen doch, ob wir Mathematik brauchen werden oder nicht. Zumindest auf dem zweiten Bildungsweg, hätte uns das freigestellt sein sollen. Zum aus der Haut fahren!Thursday, August 23. 2007
Ja, Nein, Ja...
Heute morgen um sechs Uhr bin ich aufgestanden um meine Mutter zu besuchen. Um acht Uhr wollte ich dort sein. Am gestrigen Tag bat mich eine der Ärztin mit dabei zu sein, wenn die Entscheidung der Ärzte ansteht, ob sie unter's Messer muss oder nicht. Ich war also bereits vor acht Uhr da. Blieb bis nach zehn Uhr, ohne dass sich die angekündigte Runde zwischen 8:00 - 8:30 bei ihr vorfand. Ich ging also los, kurz vorher holte ich mir noch das Okay von Fr. Schröter. Ihre Beschwerden würden noch immer auf beides hindeuten, es sei aber eher davon auszugehen, sie hätte eine Blasenentzündung, aber von einer Operation sei doch eher abzusehen.
Ich ging mit eher beruhigtem Gewissen. Hatte ja eine geschäftliche Verabredung mit Nalan. Diese wollte sie kurzfristig absagen, da war ich sehr verwundert, hatten wir doch schon gestern alles zeitliche geklärt und sie hatte ja auch keinen triftigen Grund. Nach 50 minütiger Fahrt war ich um elf Uhr angekommen, sie holte mich an ihrer U-Bahn ab, weil ich den Weg zu ihr nicht alleine hinbekam. Wir gingen vorher noch im Edeka einkaufen um zu frühstücken, bevor wir zum geschäftlichen kamen. Leider hat sie es wieder mal verhunzt. Mehr dazu vielleicht die Tage. Jedenfalls hatte mein Termin bei ihr eine Stunde weniger als angenommen gedauert, so dass sie mich noch überredete mit ihr kurz shoppen zu gehen.
Als wir fertig gemacht waren, hab ich auf mein Handy geschaut. Einen Anruf der um 13:42 einging, hatte ich um 3 Minuten verpasst. Mein Vater hatte sich gemeldet. Als ich mit ihm im Aufzug sprach um zu fragen was war, brach die Verbindung just in dem Moment ab, als er sagte, meine Mutter würde doch operiert. Ich war so erschrocken. Unten angekommen, meldete ich mich erneut bei ihm. Er berichtete, dass meine Mutter sich kurz vorher bei ihm gemeldet hätte, und zwar völlig aufgelöst um ihm dies mitzuteilen, die OP war für 15 Uhr angesetzt.
Ich also bin total verblüfft und besorgt zu ihr geeilt, und war zehn Minuten vor 15 Uhr bei ihr. Sie war in ein anderes Zimmer verlegt worden (304 --> 309), weil eine andere Patientin Schwierigkeiten gemacht hatte. So hatte sie noch mal etwas Zeit gewonnen. Zurecht gemacht für die OP war sie bereits. Meine Tante war in der Zwischenzeit angekommen. Sie brachte ihr lauter Zeug mit, was meine Mama eh nicht essen durfte. Sie musste ja noch nüchtern bleiben. Eine halbe Stunde blieb sie, in der Zeit war meine Mutter noch ganz heiter, hatte sie sich doch beruhigt trotz der bevorstehenden OP. Eine weitere halbe Stunde später, war es nun soweit. Sie musste in den OP Saal.
Um 16:52 wurde sie in den Saal geschoben und wir haben geweint. Dabei geht es doch nur um ihren Blinddarm. Jedenfalls weinte erst sie, hielt sich aber zurück, ich weinte, nachdem sie hinter der Tür verschwunden war. 19:22 Uhr kam sie wieder. Mein Vater war zwischenzeitlich auch da. Ihr ging es elend. Sie hustete, ihr Husten löste Schmerzen in ihrer Wunde aus. Ihr war auch sehr kalt und sie hatte durst. Sie war am weinen und sagte sie wolle sterben. Mein Vater, ich und alle anderen um sie herum betüddelten sie oder sorgten sich auch um sie. Für einen Moment wurden wir rauskomplimentiert, weil sie angezogen wurde. Als wir wieder drinnen waren, hatte sie auch schon einen schmerzstillenden Tropf angelegt bekommen. Meine Mutter hat mit uns geredet, wir haben versucht sie zu beruhigen. Dann wollte sie mit einigen Leuten telefonieren, dass haben wir ihr ermöglichkeit, erst Tante Dursun sehr kurz, dann Onkel Yasar auch sehr kurz. Meinen Cousin Necdet wollte sie auch sprechen, weiß gar nicht mehr, ob das geklappt hat. Ihr Tropf ging zur Neige gegen zehn vor Acht. Ich ging zur "unfreundlichen, denn großen Schnauze" Schwester, um sie darauf aufmerksam zu machen. Sie bat uns aber auch dann um Acht zu gehen, weil die Besuchszeiten ja schließlich von 14-19 Uhr seien. Nach einigen anderen Anweisungen und Hilfestellungen von der Schwester an meine Mutter, und deren Übersetzungen sind wir auch dann um 20 Uhr, ich auch schweren Herzens, gegangen. Ich konnte auch da wieder nicht an mich halten und weinte.
Mein Vater sagte mir auf dem Weg nach unten noch, dass das doch nichts sei, ihr es doch gut ginge und noch schlimmere Zeiten auf uns zukämen, sie würde, er würde und auch ich würde noch sterben. Er hätte mit Großmutters Pflege so viel schlimmeres gesehen, hätte das noch immer nicht verwunden. Musste er so negativ werden? Hat er Recht sich auch so reinzusteigern?
Später bat ich ihn noch, dass Aziz die Mama besuchen soll, sie vermisst und fragt nach ihm, er versprach Aziz herzuschicken, noch vor allen anderen Tätigkeiten, die Aziz an Verpflichtungen hat, als wäre auch sie eine Verpflichtung.
Monday, August 6. 2007
Loslassen
Es war kurz vor sechs Uhr abends, als ich Thomas heute am Gate verabschiedet habe. Ich fühle mich so leer. Sitze hier mit Tränen in den Augen und höre Ich + Ich. Nicht nur, dass ich mich alleine fühle. Nein ich habe so wahnsinnige Angst um ihn, weil er sich in einem Flugzeug befindet. Ich habe wahnsinnige Flugangst. Ich wünsch mir nichts mehr, als dass er in einigen Wochen wieder in meinen Armen ist.
"Am Himmel zieht ein Stern vorbei
und ein Flugzeug fliegt nach Wien
die Zeit vergeht so schwer wie Blei
ich lass sie vorüber ziehen."
Friday, December 29. 2006
Weihnachten
Weihnachten wurde das erste mal in meinem Leben in meinen eigenen vier Wänden gefeiert...
...meine Schwiegerfamilie hatte sich in den Kopf gesetzt bei uns zu
sein, wenn wir es schon im Dezember nicht schaffen sollten, uns zu
Weihnachten in Münster zu vereinen. Mir war die Idee etwas suspekt,
hatte auch ein wenig bammel davor, dass ich die Verantwortung für die
Festlichkeit haben würde.
Ich
hatte es nicht in meinem Bewusstsein verankert, dass keiner von mir ein
Fest erwartete. Nur Helena hatte den Wunsch geäußert, mal einen
richtigen Baum zum Fest zu haben, was ich ihr auch drei bis vier Wochen
vor Heiligabend versprach. Dabei liegt mir selbst ja eher weniger an
christlichen Riten, durch meine muslimische Erziehung.
Sonst gab
es seit mehreren Jahren nur einen wenig geschmückten vielleicht
kniehohe Plastiktanne, die immer wieder entstaubt ausgepackt wurde,
wenn die Uedings bei Mama Ueding zusammen trafen. Aber auch ich
trumpfte nur mit einem Plastikbaum auf, weil mir das alles zu aufwendig
war, einen lebendigen Baum zu besorgen. Das enttäuschte Gesicht Helenas
war ja eher aufgesetzt, aber weiß man das wirklich?
Auch streßte
mich meine Erkältung sehr. Keinen außer meinem Mann, mit dem ich alles
besprechen kann, war es wichtig, mir einfach mal gute Besserung zu
wünschen. Ich fand das sehr ignorant und zog mich daran auf. Dabei
erinnerte ich mich an den Vorfall, dass mich Anna nicht ernst nahm, als
ich im November meine Erkältung hatte.
Natürlich tat mir das
seelisch weniger gut, mich so hineinzusteigern. Das Aufziehen machte
sich darin bemerkbar, dass ich mich über das Singen ärgerte, über ihre
Fröhlichkeit, Dinge falsch interpretierte. Weil wir so verschiedenes
Temperament haben. Besser gesagt, die haben null und ich hundert
Prozent davon.
Bis auf einen Vorfall, ertrug ich auch alles stillschweigend bis...
Meinem
Ärgernis machte ich in der Form Luft, dass ich laut kreischend
aufsprang, als es darum ging, die Regeln für das Mensch ärgere Dich
nicht festzulegen. Ich fühlte mich hintergangen von Helena, die erst
bei einer demokratischen Wahl (es ging um das Überspringen im Heimfeld)
auf meiner Seite schien, dass aber nur aus Höflichkeit wie sie später
meinte, weil sie es als ungerecht empfand, dass ich mit Anna allein
stand mit meiner Meinung zu überspringen...naja ich kreischte Helena
an, dass ich sehr sauer sei und Helena die Cola ins Gesicht schütten
könnte. Ich verlies das Zimmer fluchtartig, setzte mich in die Küche,
mein Mann kam um mich zu beruhigen, nahm das erst nicht so ernst und
erst als eine Sekunde später die Cola in seinem Gesicht landete, war
klar, dass ich sehr aufgebracht sein musste. Ich wischte die Cola auf,
währenddessen kam Helena wollte mich umarmen, aber ich sagte nur noch
im aufgelösten Zustand, sie solle mich lassen, ich sei gereizt. Dann
fluchtartig in mein Zimmer schloß die Tür ab, da kam Thomas um sich
umzuziehen, ihm öffnete ich die Tür, war er doch überall nass geworden,
nicht nur im Gesicht.
Er sprach beruhigend auf mich ein, ich
wollte mich vor den anderen drücken und eigentlich zum Sport, aber
Thomas meinte das käme nicht in Frage, ich sollte mich entschuldigen
und mich zum Spiel hinzusetzen. Das hat ich auch. Entschuldigte mich
kleinlaut und die anderen taten so als sei nichts passiert.
Hoffentlich
lerne ich meine Mitmenschen doch etwas besser kennen und akzeptiere sie
so wie sie sind, weil sie auch mich so nehmen wie ich bin. Mein Mann
muss schließlich auch mit meiner Familie auskommen.
Continue reading "Weihnachten"



