Entries tagged as tod
Sunday, October 5. 2008
Schlaflos - Ruhelos
Ich habe heute (sprich gestern) viel zu wenig getrunken. Ein zu hoher prozentualer Anteil davon war Kaffee. Ist mir gar nicht aufgefallen. Am Abend dann noch mal. Einen reizvollen Abend verlebt. Dafür aber viel zu spät ins Bett. Vielleicht aber wollte ich diesen Abend nur auskosten. Wer weiß das schon so genau. Ich jedenfalls muss jedenfalls noch drüber nachdenken. Dann im Bett zwei Stunden wach gelegen. Herz bummert. Gedanken rasen. Gefühle spielen verrückt. Gedanken an den Tod. Ich denke oft daran. Viel zu oft. Machen viele Menschen. Oder vielleicht doch weniger als ich denke. Man verdrängt ja so gerne den Tod. Ich kann das leider nicht. Doch in letzter Zeit ist der Gedanke daran weniger schlimm. Früher hatte ich Panikattacken. Heute fühle ich mich gefasst. Ich stehe auf, will etwas lesen. Nach fünf Seiten ist das Buch zu Ende. Also beschließe ich den Laptop wieder anzuwerfen, um nicht alleine zu sein. Keiner da. Bis auf eine Person, von der ich nicht weiß, ob sie sich nicht vielleicht nur spielt. Also schreibe ich hier ein paar Zeilen. Füttere meine Tochter die zwischendurch Hunger bekommt. Beobachte sie in der Stille. Dann meinen Mann. Ich bin kein eifersüchtiger Mensch. Ich weiß er ist eine treue Seele. Doch vor einem habe ich Angst. Vor der Person, die ihn mir für immer nehmen könnte. Dem Todesengel - oder Gevatter Tod. Irgend jemand der einen bösen Auftrag zu erfüllen hat. Und derjenige gibt diesen geliebten Menschen auch nie wieder her. Man könnte jetzt meinen ich habe vielleicht etwas anderes als nur Kaffee getrunken. Aber nein. Mir ist lieber ich sterbe, als dass man mir meine geliebten Menschen nimmt. Bei dem Gedanken könnte ich verrückt werden. Ich weiß seit gestern (vorgestern), dass der Mensch im Schnitt 1700 andere Menschen kennen lernt. 33 davon werden durch Unfälle sterben. Und falls Thomas auf sich aufpasst, ja dann sterbe ich sicher vor ihm. Hoffentlich.
Wednesday, June 4. 2008
Babaannem
Ay Babaannecim, ben Kizima bakiyorum, seni görüyorum. Umarim, sen beni affetdin. Laflardan korkdugma ve utandigma, ben ziharete gelmedigme, onlara ben simdi cok üzgünüm. Keskem, basinda olabilseydim senin. Ellini tutabilseydim. Öpebilseydim. Seviyorum seni.
Wednesday, December 12. 2007
Sunday, August 26. 2007
Katze tot!?
Mein Bruder hat sehr ernst behauptet, bevor er seine Katze weggeben müsse, würde er sie lieber eigenhändig umbringen. Dies und andere Skurriles kommt oft aus seinem Mund. Er ist sehr hitzig. Und besitzergreifend! Auch wollte er mir heute doch wirklich "lautstark" ans Herz legen, meine Tanten nicht zu besuchen, wenn sie was von mir wollten, weil er Probleme mit ihnen hat. *seufz*
Saturday, August 4. 2007
Letzte Tür
Das Leben hat mehrere Wege mit verschiedenen Türen. Die letzte Tür ist schwarz, nur siehst du nicht, wie weit der Weg dorthin ist. Die letzte Tür geschlossen zu lassen, liegt nicht in deiner Macht. Egal wieviele Schlüssel du gesammelt hast, wieviel Energie reingesteckt wurde, die richtigen Türen auszuwählen, wenn sich die schwarze Tür öffnet, fällst du in einen nie endenden Abgrund. Ist es der selbe Abgrund, an dessen Klippe du standest, bevor dir die Türen erschienen? Können sich die Türen wieder öffnen, nachdem du gestürzt bist? Ist ein Kreislauf möglich?
Monday, June 4. 2007
Lütfiye Ninem
Heute vor zwei Jahren ist meine Großmutter Lütfiye verstorben.
Ich
denke an dich, liebe Oma. Du bist eine lebenslustige, mutige, tapfere
und kämpferische Frau, liebenswerte Mutter und Großmutter gewesen. In
den letzten Lebensjahren hast du durch den Kampf mit dem Krebs in dir
viel durchgemacht und ich war nicht für dich da. Ich habe mich
geweigert bei dir zu sein, mit dir zu reden; es tut mir leid. Ich
schämte mich so sehr, 14 Monate woanders gewesen zu sein, weil ich
Freiheiten für mich beanspruchte. Ich habe die Hoffnung, du hattest
keinen Groll mir gegenüber, obwohl ich deiner Bitte nicht nachkam,
mindestens meine Stimme zu hören. Ich weine das erste mal, weil mir
gerade bewusst wird, was ich für dich damit angerichtet haben mag. Ich
bin so froh, das dein Sohn bei dir war.
Mein Vater war die
letzten drei Jahre für dich da. Er hat sich um dich gekümmert, dich
gepflegt und hat dich auch in deinen letzten Stunden und Minuten nicht
alleine gelassen. Er hielt dich in seinen Armen, du sagtest noch habe
keine Angst mein Sohn...und du atmetest das letzte mal aus. Du hast ihn
verlassen, auch er ist gezeichnet von der Zeit mit dir. Er liebt dich
sehr. Ich kenne keinen anderen Sohn, der seine Trauer so sehr zeigt,
weil die Mutter ihn verlassen hat.
Leider weiß ich so wenig
von dir. Du bist so früh zurück gegangen in die Türkei, obwohl du es
nicht wolltest. Ich war damals elf Jahre alt. Großvater hat dir sicher
nicht die Freude am Leben nehmen wollen. Ich will nicht denken, dass er
es getan hat. Ich will hoffen, dass ihr die meisten eurer Ehejahre
glücklich miteinander wart.
Seni Seviyorum Baba-Annecim
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Monday, December 5. 2005
Beerdigung
Dienstag Abend (29.11.2005) haben wir beschlossen T.'s Großmutter ein
letztes Mal zu sehen. Sie war seit Mai sehr krank, es war Krebs. Noch
während wir das meiner Schwiegermutter erzählten, dass wir das
Wochenende da sein würden, ist sie gestorben. Es klopfte nämlich bei
T.'s Mama an, ihre Geschwister waren das, die ihr die Nachricht
mitteilten.
Schrecklich, dass wir nur noch zur Beerdigung fahren
konnten. Ich habe sie nur ein Mal kurz zu Weihnachten 2003 kennen
gelernt. Als wir dieses Jahr im April zu Besuch waren, da durfte ich
sie nicht sehen, ich war erkältet und hätte sie anstecken können.
Es
gab eine Abschiednahme im Dom von Bi. Später gingen wir auf den
Friedhof um sie zu Grabe zu tragen. Ich musste sehr weinen als es
soweit war. Ich erinnerte mich, dass meine Großmutter genauso gelitten
hatte, bei ihrer Krankheit und auch bei ihrem Tod. Ich bereute, dass
ich von keinem der beiden Abschied genommen hatte. Meine Großmutter
hätte mich gerne noch gesehen, auch nach der Schande, die Familie
verlassen zu haben.
Ich muss jetzt daran denken und bin sehr
wütend, dass das Leben nicht korrigierbar ist. Der Tod jagt mir immer
mehr Angst ein. Ich hasse ihn. Ich kann ihn nicht akzeptieren.
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Wednesday, November 30. 2005
Oma Wilhelmine
Es stimmt, der Tod trifft uns alle. Er betrifft uns alle.
Oma Wilhelmine ist gestorben. Gestern Nacht. Samstag ist die Beerdigung. Wir
werden hinfahren. Mitfahrgelegenheit hatten wir vorher bereits gesucht,
um sie zu besuchen, bevor sie stirbt. Das wurde meinem Mann nicht
vergönnt. Ich hatte so einen gräßlichen Gedanken gestern, ich hoffte
[...], da war sie bereits tot. Wieso ist der Krebs so grausam?
Meine
Oma starb auch grausam. Blut, Schmerz, aufgebläht, ausgemergelt. Wieso
muss man das durchleben, so kurz vor dem unendlichen Frieden, der
kommt?
Wednesday, November 16. 2005
Afghanistan
Die Tatsache, das ein deutscher Soldat am 14.11.2005 in Kabul umgebracht wurde durch einen Selbstmordattentat, ist grauenhaft...deshalb sollten wir alle auf J. einreden, dass sie dieses Praktikum,
falls es bis dahin noch stattfinden soll dort, nicht antritt. Nur weil
das gut für ihre Karriere sein könnte, darf sie sich nicht solch einem
Risiko unterwerfen. Ich habe sie doch so lieb gewonnen.



