Entries tagged as leben
Tuesday, August 19. 2008
Soldiner Kiez
Inzwischen wohnen wir zwei Jahre im Kiez. Ich war sehr enthusiastisch, als wir hier her zogen. Ich dachte bei mir, das die Wohngegend aufgewertet werden wird, wenn erst ein mal, mehr junge Leute wie wir, hier her zögen. Heute ist es so, dass die Gegend einem nicht mehr so schön grün vorkommt. Eher unangenehm. Es wird lauter, schmutziger und wilder. Ich möchte es mir aber nicht eingestehen. Aber es ist wirklich so. Oder doch nur eine subjektive Wahrnehmung?! Eigentlich gehöre ich zu den Menschen, die sich den Kiez einverleiben, in dem sie wohnen. Die lassen ja kein schlechtes Wort drüber kommen. So bin ich auch. Noch. Thomas will lieber heute als morgen die Gegend verlassen. Ich sehe es noch nicht so kritisch. Aber es stimmt schon, ich werde meine geliebte Wohnung bald verlassen müssen. Und es ist doch so schwierig, die richtige Wohnung zu finden. Besonders jetzt, mit kleinem Anhängsel. Billiger werden die Mieten auch nicht. Wir lassen uns wohl noch etwas Zeit. Vielleicht zwei oder drei Jahre. Ich muss mich einfach mal darauf einstellen.
Friday, August 1. 2008
Grillabend...
...mit den Arbeitskollegen gut und schön, aber kann man dann nicht verlangen, dass man mal kurz einen Anruf erhält? Oder, dass man erreichbar ist, falls man sich fragt, wie lange es noch dauert? Nun sitze ich hier und weiß nicht, wie lange ich noch warten oder ob ich lieber ins Bett gehen soll. Bin furchtbar müde und hatte das Wochenende doch schon genug vor.
After Edit: Thomas hatte seinen Rucksack vorm Regen in Sicherheit gebracht und da war sein Handy drin und deshalb konnte er meine Anrufe nicht hören. Sei ihm verziehen.
Friday, July 18. 2008
Abwanderung der Familien
Mit dem Wohnen im Prenzl'berg wird es wohl nichts, solange sich diese Entwicklung fortsetzt. Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn wir dort nicht hinziehen, zumal es mir dort zu teuer, zu hipp, zu voll ist und es zu wenige Parkplätze gibt. Haben wir ein Auto? Nein. Noch nicht. Wollen wir ein Auto. Jein. Also er ja, ich nein. Ich bin gespannt wer sich durchsetzt. Wir können natürlich wie im Artikel erwähnt, nach Brandenburg ziehen, dann lohnt sich ein Auto sicherlich.
Friday, July 11. 2008
M27er von Oldenburger Str. bis nach Hause
Ich hatte erstaunlich gute Laune, als ich in den Bus stieg. Die Schule war mal wieder vorzeitig zu Ende und der Unterricht war nett ausgeklungen. Es war ein Doppeldecker, endlich mal wieder. Schön dachte ich, setz' dich nach oben! Gedacht, getan...und schön hinten am Ausgang Platz genommen. Ich freute mich, von oben aus mit den Augen dem Straßenverlauf folgen zu können. Hinter mir waren fünf weibliche Teenager. Am Gackern. Fand' das nicht schlimm. Bis eine, ich wusste erst nicht welche, anfing ihr Handy lautstark, mit DeutschRap ausgestattet, abzuspielen. Ich überlegte wie schlecht ich das Lied doch fand und was für eine grauselige Stimme die beiden Interpreten hatten und warum die immer jüngeren, immer schlechtere Musik hören...wahrscheinlich, weil die Musik die des Hörens würdig ist, schon lange verhallt ist und vergessen wurde. Dann fing die eine auch noch an mitzukrächzen. Ich fasste es nicht, diese Dreistigkeit. Ich begann bereits ab hier Gewaltfantasien zu entwickeln, gegenüber dem Mädchen. Dann fiel ihr das Handy krachend herunter und lautstark, schrie sie ach nein, ihr fünftes Handy, dass zu Bruch geht und faselte noch etwas von ihr Vater würde ihr aber alles kaufen, was sie wolle. Als dann auch noch zwei von den fünfen anfingen sich aus Spaß zu kloppen, die beiden waren deutscher Abstammung und wieder die eine laute Person anfing so laut zu kreischen wie haste nicht jesehen, platzte mir der Kragen und ich bat die Runde mit den Augen auf die Kreischstimme gerichtet, mit einem energischen Unterton das zu lassen. Aber ich hatte nicht die Rechnung mit ihrem Eigensinn gemacht, sie war halt rebellisch und meinte wohl mir sagen zu müssen, ich hätte ihr nichts zu sagen und das wars, bei mir war das Maß schon zu voll, ich stürmte auf sie zu, schrie sie an. Und noch immer lachten welche von denen. Aber ihnen verging das lachen, als in mir kurzzeitig eine Sicherung durchbrannte und ich die Hand erhob gegen das Mädchen, dass erst zusammenzuckte und dann beteuerte, dass sie nichts gegen ihr lautes Lachen könne, könne es nicht unterdrücken, und die beiden anderen Mädchen schließlich schuld seien, welche sich zuvor gekloppt hatten. Diese hätten sie zum Lachen animiert. Vorne aus dem Bus hörte ich ein junges Mädchen sagen, ich dürfe das Mädchen vor mir zwar anschreien, aber nicht schlagen. "Ich habe sie nicht geschlagen." Und zu den Mädchen sagte sie, dass sie selber Musik auf den Ohren habe und die Musik aus dem hinteren Bereich dennoch noch bis nach vorne hätte hören können. Und ausserdem, sagte sie noch, es wohl kein Wunder wäre, wenn man schlechtes über Ausländer hört. Sie selbst Türkin, die das sagte. Zwei von ihnen waren Türkinnen. Hatten sich als solche nebenbei zu erkennen gegeben, als die eine, die eigentlich noch unverschämtere mich mit einem "nämlich" auf türkisch anging, als ich meinte, die sollen erstmal deutsch reden lernen..."Tun wir doch, yani". Und grinste mich an, Ich wiederholte ihr süffisantes "yani" mehrmals und beschimpfte sie als "Orospular". Nicht die Feine Art, und ich meinte sie wären eine Blamage für unsereins und ihre Eltern und das bei sich sicher nicht so trauten...Leid tat es mir nur um ein Mädchen, keine Türkin anscheinend und sie erschrak bei meinem Ausbruch furchtbar und hielt sich die Ohren zu und meinte nur zu den anderen, "seid leise". Sie war auch diejenige, die sich sofort entschuldigt hatte. Ich setzte mich wieder hin. Es war nun wirklich leise. Oben waren ausser uns sieben noch vielleicht weitere acht Personen. Keiner hat etwas weder zu denen noch zu mir gesagt. Nettelbeckplatz aussteigend, waren die Mädels wieder gut drauf und die die ich beinahe geschlagen hatte, entschuldigte sich bei mir und ich bei ihr. - Ich weiß noch immer nicht, ob ich sie schlagen wollte oder ihr nur Angst machen.
Friday, July 4. 2008
Halleluja
Thomas ist seit heute früh wieder da! Gestern, kurz nach dem vorherigen Blogeintrag rief er an und verkündete die frohe Botschaft.
Friday, June 8. 2007
Ehrentag
Eins muss ich vorweg sagen, ich bin nicht scharf auf irgendwas
besonderes, wenn es um Geschenke geht. Und zu der kommenden Erzählung
muss man auch wissen, dass wir meine Familie sehr selten in unserer
Wohnung zu Besuch haben.
Am Vortag zum 07.06.07 rief mein
Vater bei mir an, er und meine Mutter würden gerne morgen
vorbeischauen, so gegen 17 oder 18 Uhr, eher 18 Uhr, aber bleiben
könnte er nur bis 21 Uhr, wegen seiner Serie "Kurtlar Vadisi". Gestern
wartete ich also auf sie, war also mein Ehrentag. Es war bereits halb
sieben...ich klingelte also mal bei ihnen durch und siehe da, meine
Mutter wachte gerade von einem Nickerchen auf und fragte mich, ob ich
denn bereits für sie Tee aufgesetzt hätte, und als ich darauf
scherzhaft erwiderte: "Nein, hier hab ich nichts für Euch.", war sie
etwas beleidigt.
Naja, sie waren dann irgendwann hier. Kurz
nachdem sie sich hingesetzt hatten, schmeißt mein Vater 30 Euro auf den
Tisch, meint er wäre nicht zum Geschenk einkaufen gekommen, ich soll
dafür das Geld nehmen, es wäre sein letztes, deshalb müsste es reichen.
Wie blöd bitte ist das denn? Ich hab ihn etwas traurig angesehen und
hab gesagt, danke aber ich hätte mich mehr über eine simple
Geburtstagskarte gefreut.
Abgerauscht sind sie nach ein
wenig Plauderei dann gegen 20:15 Uhr. Tja, so ist das halt mit den
Traditionen (Geburtstagsfeiern) die man nicht hat...und als ich einen
Anruf bekam, hat er mein Stück Torte auch noch weggefuttert. So besorgt
ist er um meine Gesundheit. ![]()
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Tuesday, November 15. 2005
Vergangene Monate
Was habe ich die vergangenen Monate, die ich hier nichts schrieb, gemacht?
Am 22.06.2005 bekam ich einen Anruf, dass ich mich vorstellen könnte
als Bürokauffrau. Also habe ich alles stehen und liegen lassen und habe
mich vorgestellt. Bis zum 18.10.2005 habe ich dort gearbeitet. Aber die
Bezahlung und die schrecklichen Verhältnisse dort, zwangen mich dort
aufzuhören. Nun bin ich wieder auf der Suche.
Meine
Schwägerin Jennifer hatte sich für drei Monate bei uns eingenistet,
weil sie ein Praktikum im Familienministerium antrat. Es war eine sehr
harmonische, schöne Zeit zu dritt. Sie fuhr wieder am 14.10.2005. Sehr
zu unserem Bedauern. Doch wir sehen sie ja zu Weihnachten wieder.
Geschenke
habe ich auch schon alle besorgt. So wird es Heiligabend, wenn wir
hinfahren, hoffentlich keinen sonstigen Streß geben.
Friday, May 20. 2005
simple Heirat
Heute haben wir geheiratet, ganz alleine für uns auf dem Standesamt Mitte. Es war schönes sonniges Wetter. Einfach nur klasse, es so gemacht zu haben. Aber beinahe hätten sie uns nicht heiraten lassen und uns auf den 23.05.2005 vertröstet. Ich habe Tränen geweint, damit es nicht dazu kommt. Denn ich hatte bereits Wochen vorher dafür gesorgt, den 20.05.2005 als Termin zu bekommen. Es gab nur ein kleines Missverständnis was die Terminbestätigung anging. Ich ging davon aus, dass dies bereits passiert sei, dort aber wollte man das türkische Personenstandsregister alsbald von mir haben, bevor der Termin vollständig fest gemacht wird. Trotzdem, es hat geklappt. Wir wurden gerade noch zwischen zwei andere Hochzeiten gequetscht. Fotos gibt es von uns keine. Rebecca und Christian haben es heute auch auf dem Standesamt gewagt, auch am Vormittag wie wir.
(23.08.2008)
Saturday, June 7. 1980
Bin da!
Huch, bin rausgeplumpst ins Leben! Hallo, ich bin Arzu, komme aus Berlin und freu mich hier zu sein.



