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'Gerüchteküche'...

...waren Raphaels Worte, als er dieses Foto sah und genehmigte. Morgen früh fahren er, Lucia und ihr Bruder
Saturday, July 19. 2008
Nasreddin Hodscha, 666 wahre Geschichten
417. Eines Tages fragte ein Nachbar den Hodscha: "Hodscha, warum beantwortest du jede Frage mit einer Gegenfrage?" Nasreddin entgegnete: "Tu ich das wirklich?"
613. Mulla Nasreddin kehrte einst von einer Reise nach Hause zurück und hatte sich schwer bewaffnet. In der einen Hand hielt er einen Säbel, in der anderen eine Pistole. Plötzlich kam ihm einer entgegen, hielt ihn an und beraubte ihn. Nicht einmal die Hosen ließ er ihm. Als der Mulla nach Hause kam und erzählt hatte, was ihm passiert war, fragten sie ihn, warum er sich nicht gewehrt habe. Da rief er: "Wie sollte ich denn? Ich hatte ja alle Hände voll. Wenn ich die Hände frei gehabt hätte, hätte ich den Kerl erdrosselt!"
Zwei von 666 orientalischen Anekdoten aus dem Osmanischen Reich und Nahen Osten! Köstlich! Nasreddin Hodscha ist der osmanische Eulenspiegel und seine Geschichten strotzen nur so vor Weisheit und Pfiffigkeit.
Friday, July 11. 2008
M27er von Oldenburger Str. bis nach Hause
Ich hatte erstaunlich gute Laune, als ich in den Bus stieg. Die Schule war mal wieder vorzeitig zu Ende und der Unterricht war nett ausgeklungen. Es war ein Doppeldecker, endlich mal wieder. Schön dachte ich, setz' dich nach oben! Gedacht, getan...und schön hinten am Ausgang Platz genommen. Ich freute mich, von oben aus mit den Augen dem Straßenverlauf folgen zu können. Hinter mir waren fünf weibliche Teenager. Am Gackern. Fand' das nicht schlimm. Bis eine, ich wusste erst nicht welche, anfing ihr Handy lautstark, mit DeutschRap ausgestattet, abzuspielen. Ich überlegte wie schlecht ich das Lied doch fand und was für eine grauselige Stimme die beiden Interpreten hatten und warum die immer jüngeren, immer schlechtere Musik hören...wahrscheinlich, weil die Musik die des Hörens würdig ist, schon lange verhallt ist und vergessen wurde. Dann fing die eine auch noch an mitzukrächzen. Ich fasste es nicht, diese Dreistigkeit. Ich begann bereits ab hier Gewaltfantasien zu entwickeln, gegenüber dem Mädchen. Dann fiel ihr das Handy krachend herunter und lautstark, schrie sie ach nein, ihr fünftes Handy, dass zu Bruch geht und faselte noch etwas von ihr Vater würde ihr aber alles kaufen, was sie wolle. Als dann auch noch zwei von den fünfen anfingen sich aus Spaß zu kloppen, die beiden waren deutscher Abstammung und wieder die eine laute Person anfing so laut zu kreischen wie haste nicht jesehen, platzte mir der Kragen und ich bat die Runde mit den Augen auf die Kreischstimme gerichtet, mit einem energischen Unterton das zu lassen. Aber ich hatte nicht die Rechnung mit ihrem Eigensinn gemacht, sie war halt rebellisch und meinte wohl mir sagen zu müssen, ich hätte ihr nichts zu sagen und das wars, bei mir war das Maß schon zu voll, ich stürmte auf sie zu, schrie sie an. Und noch immer lachten welche von denen. Aber ihnen verging das lachen, als in mir kurzzeitig eine Sicherung durchbrannte und ich die Hand erhob gegen das Mädchen, dass erst zusammenzuckte und dann beteuerte, dass sie nichts gegen ihr lautes Lachen könne, könne es nicht unterdrücken, und die beiden anderen Mädchen schließlich schuld seien, welche sich zuvor gekloppt hatten. Diese hätten sie zum Lachen animiert. Vorne aus dem Bus hörte ich ein junges Mädchen sagen, ich dürfe das Mädchen vor mir zwar anschreien, aber nicht schlagen. "Ich habe sie nicht geschlagen." Und zu den Mädchen sagte sie, dass sie selber Musik auf den Ohren habe und die Musik aus dem hinteren Bereich dennoch noch bis nach vorne hätte hören können. Und ausserdem, sagte sie noch, es wohl kein Wunder wäre, wenn man schlechtes über Ausländer hört. Sie selbst Türkin, die das sagte. Zwei von ihnen waren Türkinnen. Hatten sich als solche nebenbei zu erkennen gegeben, als die eine, die eigentlich noch unverschämtere mich mit einem "nämlich" auf türkisch anging, als ich meinte, die sollen erstmal deutsch reden lernen..."Tun wir doch, yani". Und grinste mich an, Ich wiederholte ihr süffisantes "yani" mehrmals und beschimpfte sie als "Orospular". Nicht die Feine Art, und ich meinte sie wären eine Blamage für unsereins und ihre Eltern und das bei sich sicher nicht so trauten...Leid tat es mir nur um ein Mädchen, keine Türkin anscheinend und sie erschrak bei meinem Ausbruch furchtbar und hielt sich die Ohren zu und meinte nur zu den anderen, "seid leise". Sie war auch diejenige, die sich sofort entschuldigt hatte. Ich setzte mich wieder hin. Es war nun wirklich leise. Oben waren ausser uns sieben noch vielleicht weitere acht Personen. Keiner hat etwas weder zu denen noch zu mir gesagt. Nettelbeckplatz aussteigend, waren die Mädels wieder gut drauf und die die ich beinahe geschlagen hatte, entschuldigte sich bei mir und ich bei ihr. - Ich weiß noch immer nicht, ob ich sie schlagen wollte oder ihr nur Angst machen.
Saturday, July 5. 2008
Ausgehen
So heute Nachmittag wird Hannah bei Oma Emine abgeladen, damit wir ins Alhambra gehen und Hancock anschauen können. Und als Eltern nimmt man nicht mehr die Spätvorstellung, sondern die um 18 Uhr. So what.
Sunday, June 1. 2008
Waschung vollzogen
Also so etwas mache ich auch nur meiner Mutter zu Liebe. Aber Hannah ist erstaunlicherweise völlig ruhig geblieben, wahrscheinlich war sie einfach nur paralysiert von Großtante Serpils festen Handgriffen und dem Geschrubbe der Füße. Und dann auch noch mit Seife und normalem Haarshampoo. Ach, armes Mädchen.
Saturday, May 31. 2008
Türkische Aberglauben!
Auf der Suche nach der Information für rituelle Waschungen bei 40-tägigen Babys, hat mein Mann diesen Link gefunden, hier auf türkisch, welcher eine URL der Kulturseiten der Türkei zeigt. Dort sind irrwitzig viele Aberglauben und Mythen aufgeführt. Kein Wunder, wenn mir meine Mama immer wieder mal irgend etwas weiß machen möchte.
Ein Beispiel: - Ein Friedhof sollte nicht erweitert werden, weil sich dann die Sterbefälle häufen werden. oder - Wer auf dem Weg in seine Hochzeitsnacht versehentlich auf eine Katze tritt, wird in der Nacht nicht sehr erfolgreich sein.
Monday, May 26. 2008
Wie passend geboren!
Ein Zitat aus Wikipedia: 23 Nisan (deutsch: 23. April) ist ein offizieller Feiertag für die Kinder in der Türkei, der im Jahr 1920 von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk eingeführt wurde. Atatürk widmete diesen Tag unter dem Motto "Çocuklarımız geleceğimizdir" (Unsere Kinder sind unsere Zukunft) den Kindern. Seit 1979 trägt der Feiertag den erweiterten Titel "Internationales Kinderfest".
Und hier können wir das feiern, wenn wir wollen!
Tuesday, May 20. 2008
Die Zeit vergeht...
Heute pfiff Sonja vor dem Chemieunterricht die Melodie die jeder kennt, aber nie darauf kommt woher sie ist. Edvard Griegs Morgenstimmung nämlich. Da fragte sich Katharina, woher sie das nur kenne, ich kam nicht sofort darauf, aber eben zu Hause, als ich meine Festplatte durchstöberte, passierte es. Ich dachte daran, dass Katharina sagte bei der Melodie erinnere sie sich an eine bestimmte Landschaft. Mich erinnerte sie an eine Serie und ich kam nicht auf ihren Namen, es war einfach zu lange her. Doch Google sei Dank, habe ich heraus gefunden zu bei welcher Sendung ich sie das aller erste mal gehört hatte. Jedenfalls klingt es verdammt danach. Die Kinder vom Mühlental. Eine Serie aus Kindertagen. Ich war damals sechs Jahre alt, als sie auf dem Ersten lief. Doch der wahre Titel heisst so: Dzieci z doliny młynów und der Komponist ist Andrzej Korzynski. Ich werde älter und älter. Richtig beängstigend. Doch ist es nicht verwunderlich, dass man die Serie nicht so gut in Erinnerung hat. Gab es doch nur 12 Folgen von.

Friday, May 2. 2008
Gabrielle...
...bringt mich mit "Don't Need The Sun To Shine" zum Weinen. Aber das ist nicht ungewöhnlich, bin doch eh so nah am Wasser gebaut.
Sunday, November 18. 2007
Tödliche Intoleranz

Fethiye Çetin (rechts) mit Dolmetscherin
Thomas und ich waren am 15.11.2007 bei einem Vortrag im Rathaus Schöneberg. Es ging um die Menschenrechte in der Türkei. Beim Vortrag waren mehrere Experten auf dem Podium vertreten: Turkologin Amke Diemert (B'90/Grüne, MdB), Istanbuler Rechtsanwältin Fethiye Çetin, sie vertritt die Familie des getöteten Schriftstellers Hrant Dink, ein Koordinato und eine weitere Dolmetscherin. Der große BVV-Saal des Rathaus Schöneberg war relativ gut besetzt. Die Istanbuler Buchautorin und Rechtsanwältin Fethiye Çetin setzt sich für die Menschenrechte von Minderheiten in der Türkei ein. Nach dem Militärputsch 1980 wurde sie unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer kommunistischen Organisation zu zehn Jahren Haft verurteilt. Ende 2004 erschien Çetins Buch „Meine Großmutter“, das den Völkermord, die 1915er Todesmärsche, an den Armeniern auf Grundlage der Erzählungen ihrer armenischen Großmutter schildert. Außergewöhnlich am Buch ist, dass sie weder dafür verurteilt wurde, und es erfolgreich in siebter Auflage erscheint. Diese wurde als junges Kind von einer türkischen Familie aufgenommen und adoptiert. Erst spät erfuhr Çetin über ihre armenische Herkunft. Sie war also für einen Informationsabend am vergangenen Donnerstag in Berlin und ich war dabei. Sie erzählte uns von dem Paragrafen 301 im Strafgesetzbuch der Republik und über andere Probleme, die die Türkei aktuell beschäftigen...
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