Entries tagged as geburt
Sunday, April 27. 2008
Einige Fotos
Hannahs Ankunft
Nach dem Klinikbesuch vom vergangenen Wochenende, war ich am Montag bei Dr. Ch. der mit mir die Einleitung für Montag besprach. Ich wurde aufgenommen auf Station 37 und bekam über den Montag verteilt alle vier Stunden eine Tablette, die zwar eigentlich nur zur Behandlung von Magenleiden zugelassen ist, aber effektiv eingesetzt wird für die Wehenförderung bei Einleitungen. Drei Stück waren es an dem Tag. Sie machten sich auch bereits früh bemerkbar. Aber eigentlich doch nur ein leichtes Ziehen im Unterleib fand ich. Für Dienstag waren weitere zwei Einleitungen geplant, bevor ein neues Medikament probiert würde. Ein Zäpfchen für hinter den Muttermund z.B. oder Wehentropfen. Die Nacht war kurz. Meine Bettnachbarin im Zimmer 17 war eine von den Frauen, die gerne viel von sich reden und das ohne Unterlass. Wir lagen gemeinsam auf Station 37 der Station eigentlich für Wöchnerinnen. Wir teilten uns das Zimmer, weil wir noch nicht unsere Babys bekommen hatten. Die Präpartalenstation 33 war wohl besetzt. Jedenfalls, schlief ich sehr spät ein und nach sehr kurzer Zeit, wachte ich auf, sie gab ewig lang ein Schnarchen von sich, dass ich ihre bei der Schwester angegebenen 12 Zigaretten am Tag nicht glauben schenken konnte. Und zwischen drin urige Geräusche, so dass ich sie dann doch so gegen drei Uhr morgens fragte, ob sie denn in Ordnung sei. Das tat ich eigentlich auch nur, damit ich mir in diese gruseligen Geräusche die sie zwischen drin von sich gab, keine Monster einbildete. Ich gebe zu, ich bin da etwas fantasiebeladen. Sie gab an, sehr starke Wehen zu haben. Inzwischen hatte ich nun auch das besagte Ziehen im Unterleib, dass doch ziemlich unangenehm wurde. Ich ging auf die Toilette, bevor ich sie zu den Hebammen begleitete. Ich sah, dass sich in der Zwischenzeit mehr von dem Schleimpfropfen gelöst hatte. Mein Slip fühlte sich nass an und ich war etwas irritiert. Das war der Grund, warum ich auch gemeinsam mit meiner Bettnachbarin in den Kreißsaal geschickt wurde um untersucht zu werden. Da trennten sich vorerst unsere Wege. Ich wurde untersucht von einer jungen Schwester, die mich mit der Nachricht, der Muttermund sei nur "fidu" fingerdurchlässig und ich könnte wieder nach oben gehen. Der Flüssigkeit ging sie nicht auf den Grund. Auf dem Rückweg erfuhr ich, dass meine Bettnachbarin dort bleiben würde. Ihr 13 jähriger Sohn würde zudem noch gegen 5 Uhr morgens kommen und in ihrem Zimmer schlafen. Es schien bei ihr soweit zu sein. Etwas mehr als nur erleichtert darüber, ging ich wieder zurück, wollte bis zur Visite schlafen. Naja, das wurde mir diesmal doch etwas durch den Sohn verleidet. Der kam und spielte Nintendo, zwar nicht laut, aber irgendwie doch ziemlich dämlich. Die Schmerzen wurden auch noch stärker, so dass nicht wirklich an Schlaf zu denken war. Bis zur Visite kamen auch Bettnachbarin samt Familie. Sie hatte einen weiteren Sohn, mit Namen Falko Dustin geboren. Reizend.
Ich wurde nach einem weiteren nassen Slip genauer untersucht und man sagte mir, ich hätte einen hohen Blasensprung gehabt. Deshalb kein schwallartiger Abgang. Und der Muttermund hatte sich auf zwei, drei Zentimeter geöffnet. So beschloss man keine Tabletten mehr einzusetzen sondern, direkt auf Wehentropfen überzugehen. Erst bekam ich einen Einlauf und durfte danach für eine Stunde ein Bad nehmen um meine Wehen zu steigern, danach wurde ich auf das Entbindungszimmer 3 aufgenommen und war dort von Dienstag Mittag bis kurz vor Mitternacht. Während der Zeit dort, entwickelten sich nur schleppend die Wehen, gingen sogar von erst drei, vier Minuten zurück auf zehn, (der Besuch meiner Mutter und meiner Tante, welchen ich ja nicht wollte, begünstigten sicherlich diesen Rückgang) pendelten sich irgendwann auf fünf ein während der Stunden. Nur leider öffnete sich der Muttermund kein Deut. Erst wollte man keine weitere Gabe Wehentropfen eingehen, aber nach einem Schichtwechsel und nachdem wohl die Ärzte des Kreißsaals nichts zu tun hatten, versuchten sie es erneut mit mir. Doch auch dann missglückte der Versuch. Also stellte man mich vor die Wahl: Entweder ich würde auf Station 37 geschickt, bis zum nächsten Versuch, der wohl mit der selben Wahrscheinlichkeit scheitern würde, dann wäre ein Kaiserschnitt unvermeidlich oder aber, ich würde einem Kaiserschnitt jetzt auf der Stelle zustimmen. Diese Nachricht, erschlug mich fast; Geburtsstillstand, keine Spontangeburt möglich und ein Kaiserschnitt unausweichlich. Aber umso überraschender war meine Antwort. Auch für mich; Ich wollte diesen Kaiserschnitt. Wollte Hannah endlich im Arm halten. Und ich glaubte den Ärzten, dass es nicht weiter gehen würde. Zudem kam hinzu, dass ich B-Streptokokken positiv getestet wurde und nichts riskieren wollte. Also ging ab da an alles sehr schnell. Meine schon Stunden zuvor gelegte PDA wurde hoch dosiert für eine OP und ich wurde ziemlich schnell in den Kreißsaal gebracht. Thomas war mit bei mir, wie schon die Tage zuvor und hat mir ganz in Blau, er musste sich ja für die OP umziehen, an meiner Linken zur Seite gesessen und er war die Ruhe weg. Hat mir die Hand gehalten und wir waren beide ziemlich gelassen, ich jedenfalls nur äußerlich. Dann schrie sie! Wir blickten uns an. Dann war sie da. Sie wurde uns für einige Sekunden gezeigt und wir waren so verblüfft von ihrer Schönheit. Mein Mann bekam Riesenaugen und war fast sprachlos. Dann wurde sie entführt für die U1. Hinterher wurde gefragt, ob jemand das Baby denn sehen will. Ich hab Thomas aufgefordert hinter her zu gehen. Da lag ich dann nun erst mal mit vielen fremden Leuten total hilflos auf dieser furchtbar schrägen OP Liege und wurde wieder zugenäht und zugetackert. Nein ich habe nichts davon mitbekommen. Relativ schnell wurde ich dann auf die Aufwachstation verladen und wartete da voll verkabelt und mit Morphium behandelt auf meine kleine Familie. Und nach einer kleinen Ewigkeit waren sie endlich da. Ich hab mein Baby auf den Arm genommen und angelegt. Jedenfalls habe ich es versucht und bin in der unglücklichen Position kläglich gescheitert. Die Blutdruckmanschette, die sich alle fünf Minuten aufpumpte war einfach zu hinderlich, also hab ich sie abgenommen. Der nette, junge Mann dort bat mich sie dran zu lassen, weil man sonst keinen Blutdruckabfall bei inneren Blutungen aufzeichnen könne. Wir einigten uns auf einen Kompromiss (Wenn Hannah gehen muss, darf sie wieder dran. Thomas passt derweil auf meine Vitalfunktionen auf). Dann wieder wurde ich von Hannah getrennt. Sie lag in einem durchsichtigen Bettchen und wurde weggefahren und Thomas erstmal hinter her. Er brachte unsere zahlreichen Sachen auf die Station 36a Zimmer 19. Die Station für Sectio-Patientinnen. Ich wurde hinterher gefahren. Es war toll. Ich kam auf ein leeres Familienzimmer. Nur leider ohne ein weiteres Bett für meinen Mann. Ich blieb dann die ersten 12 Stunden nach der OP, bis 12 Uhr Mittags ungefähr, unter voll verkabelter Überwachung. Hannah schlief bei den Schwestern und Thomas daheim. So nach und nach spürte ich wieder meine Beine. Und am Mittag bereits konnte ich aus dem Bett heraus aufstehen. Donnerstag bekam ich eine andere Bettnachbarin, die andere hatte ich nicht mehr gesehen. Jasmin F. hatte einen Sohn namens Joel am selben Tag nur 22 Stunden später zur Welt gebracht. Dementsprechend matschig war sie noch. Ihr Freund war auch ständig um sie herum, wie mein Mann, und die Atmosphäre war sehr angenehm bei diesem jungen Paar. Am selben Tag, sollten wir Mittags in ein anderes Zimmer ziehen, bei mir hatte sich so viel Zeug angehäuft. Thomas hatte einen Zahnarzttermin und ich packte alles aufs Bett und lies sie so wegbringen. Dann eine Stunde später wieder ein Umzug. Die Station 36a bekam wohl wie ich zu Ohren bekam, 5-6 frische Sectio-Patientinnen, aber die Station hat nur acht Betten. So zogen Jasmin und ich gemeinsam wieder auf Station 37. Dort verbrachte ich noch schmerzfreie Stunden bis Freitag Mittag. Da habe ich mich entlassen lassen. Ich wollte nicht die angeratenen fünf bis sechs Tage in der Klinik verbleiben. Schon gar nicht an einem Wochenende. Zu Hause habe ich das zwar ein wenig bereut, weil viel zu viel auf einmal auf uns zu kam, auch weil die Schmerzen dann doch plötzlich stärker wurden. Aber inzwischen hat sich viel in Wohlgefallen aufgelöst.
Posted by Arzu
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12:35
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Saturday, April 26. 2008
Erstmal...
...wir sind wohlauf. Aber durch einige Umstände, die so nicht gedacht waren, hatte ich bisher noch keine Zeit, etwas zu schreiben. Das kommt noch, versprochen.

Wednesday, April 23. 2008
Sie ist da!
Heute früh um 00:08 Uhr hat unsere kleine Hannah Ruth Ilknur in das Licht der Welt geblinzelt. Nachdem seit Montag eingeleitet wurde, gipfelte es gestern Nacht in einen Kaiserschnitt. Naeheres hierzu wird sicherlich Arzu selbst bei Zeiten erlaeutern. Wichtig ist nur soviel: Beide sind wohlauf, bester Laune und Gesundheit:

Grüsse, ein frischgebackener Vater
Sunday, April 20. 2008
Klinikbesuch
Wir waren im Kreißsaal, waren auch sofort dran. Es war ja auch Sonntag um fünf Uhr morgens. CTG, Urin, RR um RR und dann ein Arztgespräch bei Dr. K. Er sagte er möchte mir eine sonntägliche stationäre Aufnahme und Einleitung nicht antun, aber ich solle mich bei seinem Kollegen Dr. Ch. in der Schwangerenberatung am Montag früh telefonisch melden oder mit kleiner Tasche vorbei kommen, damit ich einen Einleitungstermin bekomme. Bis Mittwoch will keiner mehr warten. Ich hab eine neue Dosierung des Beloc Zok Mite und einen weiteren Blister bekommen. Die Zervixlänge ist inzwischen auch bei 25 mm und sehr weich gewesen. Nach der etwas besseren Nachricht sind wir frohen Mutes wieder nach Hause. Morgens gegen halb acht waren wir dann endlich im Bett.
Posted by Arzu
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12:28
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Und schon wieder...
...gehts für uns in die Klinik. Mein Blutdruck ist seit Stunden katastrophal, lauter ups and downs...mitunter im Minutentakt, so dass ich trotz wahnsinniger Müdigkeit nicht ein mal die Augen zu machen konnte, um zu schlafen. Die letzte Messung die ich jetzt mache besagt 145/93...vielleicht doch nicht, wir warten noch zwanzig Minuten.
Posted by Arzu
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04:13
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Wednesday, April 16. 2008
Es sieht ganz danach aus...
...als wenn ich unsere Hannah doch zum 24.04. und somit termingerecht bekommen werde. Fr. Dr. B.-S. hat sich meinen Muttermund und den Gebärmutterhals angeschaut und eine Zervixlänge von 33 mm festgestellt. Dies würde bei einer vorzeitigen Einleitung einen Kaiserschnitt zur Folge haben. Die Wahrscheinlichkeit steigt dafür bereits ab 30 mm. Das bedeutet auch, dass ich noch gar nicht bereit bin für die Geburt und ernsthafte Wehen vor dem Termin nicht zu erwarten sind.
Saturday, April 12. 2008
Hoffentlich...
...übertrage ich nicht. Nach diesem Wochenende bleibt mein Mann nämlich sechs Wochen zu Hause. Zwei Wochen Urlaub aus dem letzten Jahr noch, die er so lange aufgespart hat, da war sein Arbeitgeber großzügig und vier Wochen Elternzeit für den Mai. Wir wollen ja, dass er möglichst viel von den sechs Wochen mit seiner Tochter verbringen kann. Aber worüber ich besonders glücklich und dankbar bin: Er wird definitiv bei der Geburt dabei sein. Keinen der wahrscheinlich (mehr oder weniger
Friday, April 11. 2008
Schlag auf Schlag
Weil ich so streberhaft bin und mögliche Klausuren die in die Geburtszeit fallen, vorschreiben wollte, bin ich total erschöpft. Erst am Mittwoch Englisch-, Donnerstag Geografie- und heute endlich Matheklausur geschrieben, so habe ich bis zum 28.04. Ruhe. Bin ja mal gespannt, wann sich unsere Süße auf den Weg macht. Einleiten wollte ich ja dann doch nicht lassen, nachdem ich noch mit der Klinik gesprochen habe. Mit dem zeitweise extrem hohen Blutdruck komme ich noch klar, außerdem soll eine Einleitung sehr unangenehm sein, sich lange hinziehen und die Wahrscheinlichkeit eines Kaiserschnittes erhöht sich. Nicht mit mir. Versuchen wir alle zu warten, bis auch sie raus will.
Posted by Arzu
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15:57
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Saturday, June 7. 1980
Bin da!
Huch, bin rausgeplumpst ins Leben! Hallo, ich bin Arzu, komme aus Berlin und freu mich hier zu sein.



