Gestern hatte ich einen Routinetermin in der Schwangerenberatung der Charité Mitte. Zur selben Zeit war mein Blutdruck wieder nicht gerade der Beste. Ließ sich dort auch feststellen. Diesmal hatte ich gleich drei Ärzte an meiner Seite, die mir eindringlich rieten, nicht zu gehen. Ich wahrscheinlich überzeugt von meiner Unsterblichkeit habe mich dagegen entschieden, war sogar etwas erbost darüber, dass man mich schon wieder damit behelligte. Die Sache sei doch schon erledigt. Doch ich erklärte mich bereit mich am 21.02. einliefern zu lassen, direkt nach der Klausur. Malte mir aus, ich könnte für die Hausarbeit auch im KKH arbeiten. Aber heute früh um halb fünf, als der Blutdruck wieder Werte von 200/120 anzeigte wurde mir mulmig. Vorher hatte ich schon abends 10 mg mehr Bisoprolol genommen und am morgen statt 15 nun 20 mg. Aber jetzt haben wir es kurz nach Zwei und mein Blutdruck ist wieder ganz oben angelangt. Thomas und Hannah haben mich ins KKH begleitet. Hier hat man mir noch mal gesagt, wie verantwortungslos ich handeln würde, wenn ich diesmal auch nur kurz daran denke zu gehen (wegen der Dienstagsprüfung) und, dass sie mir Beispiele nennen könne von Frauen die gestorben seien. Ich solle nicht den Alltag so wichtig nehmen, sondern die Schwangerschaft. Und ich hätte unrecht, ich hätte bereits eine Schwangerschaftsvergiftung. Wie hilflos man sich da fühlt. Liegt da bekommt eine Flexüle angelegt und muss sich sowas anhören. Und Thomas und Hannah gerade kurz weggewesen. Hab ganz schön mit den Tränen gekämpft und verloren. Naja, inzwischen hab ich ein schönes 2-Bett-Zimmer und hänge am Tropf für die nächsten 24 Stunden, um den Blutdruck erstmal runter zu bekommen und werde hier mindestens eine Woche liegen müssen. Langzeitblutdruck und Sammelurinabgabe wurde erneut verordnet. Danach geht es an das Einstellen des Blutdrucks. Ich hoffe, ich muss hier nicht die gesamte Dauer der Schwangerschaft liegen.
After Edit: Schwester kam und maß 210/130...sie sagt nun den Ärzten Bescheid.