Hannah zieht sich an den kleinsten und wackeligsten Dingen hoch. Vorher waren es ihr Laufgitter, unser stabiler Wohnzimmertisch, dann am Bücherregal, in ihrem Bett, in unserem Bett, am Laufgitter, erst innen, dann außen. Doch nun; sei es an offenen Schubladen, die sie vorher aufgezogen hat oder an einem 30 cm niedrigen Bastkorb (heute, stand sie sogar zwei Sekunden, bis sie dann auf den Hintern plumpste), in welchen sich ihr Spielzeug befindet. Der Fernsehtisch bleibt auch nicht sicher. Immer sucht sie sich neue Herausforderungen. Einen Moment passt man dann mal nicht auf, wupps ist sie auf dem Kopf gelandet. Bisher kam sie mit kleinen Dellen und blauen Flecken davon. Doch ich habe oft große Angst, dass mal mehr passieren kann. Wenn sie dann sich Dingen nähert, die ihr wirklich gefährlich werden können, dann schrie ich früher. Habe ich ja bereits mal erwähnt, dass ich das mal bei einer Steckdose so handhaben musste. Inzwischen kam das noch öfter vor. Doch nun stelle ich fest, dass sie langsam aber sicher merkt, welche Sache ich von ihr erwarte und sie tritt zurück, sobald sie ein (oder mehrere lautstarke) "hayir" oder "birak" von mir hört und sucht sich ein neues Ziel.