Monday, August 27. 2007
Erster Schultag
Der erste Tag war sehr informativ! Es war alles in Allem nur eine 2,5 Stunden lange Einführung, was da auf uns einprasselte. Beim Aufrufen kam ich als E9 von zehn E-Phasen-Klassen sehr spät ran. Das witzigste an der Einschulung war, dass ich in denselben Klassenraum (106) eingeteilt wurde, in welchem ich schon als 13-17-jährige saß. Ich habe den Klassenraum sehr viel größer in Erinnerung.
Damals war in dem Gebäude, worin heute das Kolleg untergebracht ist, eine Real- sowie eine Hauptschule (Theodor-Fontane & Ulrike-Lewetzow). Soweit ich informiert bin, gab es vor einigen Jahren eine Schulauflösung, wegen zu wenig Schülern.
Und noch eine paralelle: Mein Klassenlehrer ist auch ein Mann, auch sehr junger Lehrer, ausserdem unterrichtet er Mathematik und Sport, wie mein damaliger Klassenlehrer. Einziger Unterschicht: Das dritte Lehrfach, früher war es Chemie heute ist es Englisch.
Und in den zehn Schulklassen, die im Schnitt 27 Kollegiaten haben, sind zwei Französisch-, zwei Latein- und sechs! Spanischklassen. Bei der Info hat es ein Raunen durch die Aula gegeben. Konnten das sich einige doch nicht erklären. Aber warum wundert es mich, schließlich habe auch ich Spanisch gewählt.
Was mich etwas traurig macht ist, dass die meisten sich aus meiner Klasse bereits kennen. Viele von ihnen haben gemeinsam den Vorkurs besucht. Ich wäre gerne in eine Klasse gekommen, wo jeder sich neu beschnuppern muss.
Besserung
Trotz, dass meine Mutter neben der Blinddarmoperation wohl noch einen Myom in der Gebärmutter hat und veränderte (entzündete?) Eierstöcke hat, geht es ihr von Tag zu Tag besser. Noch aber muss sie im Krankenhaus bleiben. Sie kriegt aber viel Besuch, so das sie selten alleine ist. Manchmal aber denkt sie zu lange nach und bekommt Angst vor dem Älterwerden. Sie sieht ihre Bettnachbarn, die absolut schwere Krankheiten (Streukrebs, Wasser in der Lunge, etc.) haben und möchte so gerne aufhören zu rauchen, aber sie hat nicht die Willensstärke. Nichts hilft gegen ihre Schwäche. Wir können sie leider auch nicht zwingen.
Sunday, August 26. 2007
Katze tot!?
Mein Bruder hat sehr ernst behauptet, bevor er seine Katze weggeben müsse, würde er sie lieber eigenhändig umbringen. Dies und andere Skurriles kommt oft aus seinem Mund. Er ist sehr hitzig. Und besitzergreifend! Auch wollte er mir heute doch wirklich "lautstark" ans Herz legen, meine Tanten nicht zu besuchen, wenn sie was von mir wollten, weil er Probleme mit ihnen hat. *seufz*
Saturday, August 25. 2007
Endlich daheim!
Schön, dass Du endlich wieder daheim bist, mein Liebster. Die Wochen waren so trist ohne Dich. Ich hoffe Du bist nie wieder so lange weg.
Thursday, August 23. 2007
Nalan
Noch bevor wir wussten, dass es doch eine OP geben wird:
"Nalan, meine Mutter erwartet einen Anruf von dir, da sie im Krankenhaus ist. Sie würde sich freuen." "Weißt du, meine Handyflatrate umfasst nur Eplus und Festnetz sie aber hat doch O², hat sie denn im Krankenhaus kein Festnetz?" o.O
Ja, Nein, Ja...
Heute morgen um sechs Uhr bin ich aufgestanden um meine Mutter zu besuchen. Um acht Uhr wollte ich dort sein. Am gestrigen Tag bat mich eine der Ärztin mit dabei zu sein, wenn die Entscheidung der Ärzte ansteht, ob sie unter's Messer muss oder nicht. Ich war also bereits vor acht Uhr da. Blieb bis nach zehn Uhr, ohne dass sich die angekündigte Runde zwischen 8:00 - 8:30 bei ihr vorfand. Ich ging also los, kurz vorher holte ich mir noch das Okay von Fr. Schröter. Ihre Beschwerden würden noch immer auf beides hindeuten, es sei aber eher davon auszugehen, sie hätte eine Blasenentzündung, aber von einer Operation sei doch eher abzusehen.
Ich ging mit eher beruhigtem Gewissen. Hatte ja eine geschäftliche Verabredung mit Nalan. Diese wollte sie kurzfristig absagen, da war ich sehr verwundert, hatten wir doch schon gestern alles zeitliche geklärt und sie hatte ja auch keinen triftigen Grund. Nach 50 minütiger Fahrt war ich um elf Uhr angekommen, sie holte mich an ihrer U-Bahn ab, weil ich den Weg zu ihr nicht alleine hinbekam. Wir gingen vorher noch im Edeka einkaufen um zu frühstücken, bevor wir zum geschäftlichen kamen. Leider hat sie es wieder mal verhunzt. Mehr dazu vielleicht die Tage. Jedenfalls hatte mein Termin bei ihr eine Stunde weniger als angenommen gedauert, so dass sie mich noch überredete mit ihr kurz shoppen zu gehen.
Als wir fertig gemacht waren, hab ich auf mein Handy geschaut. Einen Anruf der um 13:42 einging, hatte ich um 3 Minuten verpasst. Mein Vater hatte sich gemeldet. Als ich mit ihm im Aufzug sprach um zu fragen was war, brach die Verbindung just in dem Moment ab, als er sagte, meine Mutter würde doch operiert. Ich war so erschrocken. Unten angekommen, meldete ich mich erneut bei ihm. Er berichtete, dass meine Mutter sich kurz vorher bei ihm gemeldet hätte, und zwar völlig aufgelöst um ihm dies mitzuteilen, die OP war für 15 Uhr angesetzt.
Ich also bin total verblüfft und besorgt zu ihr geeilt, und war zehn Minuten vor 15 Uhr bei ihr. Sie war in ein anderes Zimmer verlegt worden (304 --> 309), weil eine andere Patientin Schwierigkeiten gemacht hatte. So hatte sie noch mal etwas Zeit gewonnen. Zurecht gemacht für die OP war sie bereits. Meine Tante war in der Zwischenzeit angekommen. Sie brachte ihr lauter Zeug mit, was meine Mama eh nicht essen durfte. Sie musste ja noch nüchtern bleiben. Eine halbe Stunde blieb sie, in der Zeit war meine Mutter noch ganz heiter, hatte sie sich doch beruhigt trotz der bevorstehenden OP. Eine weitere halbe Stunde später, war es nun soweit. Sie musste in den OP Saal.
Um 16:52 wurde sie in den Saal geschoben und wir haben geweint. Dabei geht es doch nur um ihren Blinddarm. Jedenfalls weinte erst sie, hielt sich aber zurück, ich weinte, nachdem sie hinter der Tür verschwunden war. 19:22 Uhr kam sie wieder. Mein Vater war zwischenzeitlich auch da. Ihr ging es elend. Sie hustete, ihr Husten löste Schmerzen in ihrer Wunde aus. Ihr war auch sehr kalt und sie hatte durst. Sie war am weinen und sagte sie wolle sterben. Mein Vater, ich und alle anderen um sie herum betüddelten sie oder sorgten sich auch um sie. Für einen Moment wurden wir rauskomplimentiert, weil sie angezogen wurde. Als wir wieder drinnen waren, hatte sie auch schon einen schmerzstillenden Tropf angelegt bekommen. Meine Mutter hat mit uns geredet, wir haben versucht sie zu beruhigen. Dann wollte sie mit einigen Leuten telefonieren, dass haben wir ihr ermöglichkeit, erst Tante Dursun sehr kurz, dann Onkel Yasar auch sehr kurz. Meinen Cousin Necdet wollte sie auch sprechen, weiß gar nicht mehr, ob das geklappt hat. Ihr Tropf ging zur Neige gegen zehn vor Acht. Ich ging zur "unfreundlichen, denn großen Schnauze" Schwester, um sie darauf aufmerksam zu machen. Sie bat uns aber auch dann um Acht zu gehen, weil die Besuchszeiten ja schließlich von 14-19 Uhr seien. Nach einigen anderen Anweisungen und Hilfestellungen von der Schwester an meine Mutter, und deren Übersetzungen sind wir auch dann um 20 Uhr, ich auch schweren Herzens, gegangen. Ich konnte auch da wieder nicht an mich halten und weinte.
Mein Vater sagte mir auf dem Weg nach unten noch, dass das doch nichts sei, ihr es doch gut ginge und noch schlimmere Zeiten auf uns zukämen, sie würde, er würde und auch ich würde noch sterben. Er hätte mit Großmutters Pflege so viel schlimmeres gesehen, hätte das noch immer nicht verwunden. Musste er so negativ werden? Hat er Recht sich auch so reinzusteigern?
Später bat ich ihn noch, dass Aziz die Mama besuchen soll, sie vermisst und fragt nach ihm, er versprach Aziz herzuschicken, noch vor allen anderen Tätigkeiten, die Aziz an Verpflichtungen hat, als wäre auch sie eine Verpflichtung.
Wednesday, August 22. 2007
Blinddarm- oder Blasenentzündung
Seit Montag Abend hat meine Mutter Schmerzen im Unterleib gehabt. In Verbindung mit ihren Schweißausbrüchen und Hitze und Kälte Empfindungen, sowie starker Blutung seit gestern, nahm ich an, es seien nur Wechseljahrsbeschwerden. Und riet ihr ab, so überstürzt deswegen ins Krankenhaus zu gehen, nachdem sie beim Arzt deswegen war:
Dieser schickte sie zum Röntgen und gab ihr eine Einweisung ins Krankenhaus. Heute ist sie auch mit mir dahin. Konnte nicht mehr. Nun stellt sich heraus, dass sie wirklich eine Blinddarm- oder Blasenentzündung haben könnte, die sich auf die rechte Niere ausgeweitet hat. Morgen früh erfahre ich, ob sie operiert wird. Es tut mir leid, dass ich ihr nicht geglaubt habe.
Tuesday, August 21. 2007
Schwangerschaft
2. SSW, 3 mm...am 04.09.2007 mehr davon.
Monday, August 6. 2007
Loslassen
Es war kurz vor sechs Uhr abends, als ich Thomas heute am Gate verabschiedet habe. Ich fühle mich so leer. Sitze hier mit Tränen in den Augen und höre Ich + Ich. Nicht nur, dass ich mich alleine fühle. Nein ich habe so wahnsinnige Angst um ihn, weil er sich in einem Flugzeug befindet. Ich habe wahnsinnige Flugangst. Ich wünsch mir nichts mehr, als dass er in einigen Wochen wieder in meinen Armen ist.
"Am Himmel zieht ein Stern vorbei
und ein Flugzeug fliegt nach Wien
die Zeit vergeht so schwer wie Blei
ich lass sie vorüber ziehen."
Saturday, August 4. 2007
Letzte Tür
Das Leben hat mehrere Wege mit verschiedenen Türen. Die letzte Tür ist schwarz, nur siehst du nicht, wie weit der Weg dorthin ist. Die letzte Tür geschlossen zu lassen, liegt nicht in deiner Macht. Egal wieviele Schlüssel du gesammelt hast, wieviel Energie reingesteckt wurde, die richtigen Türen auszuwählen, wenn sich die schwarze Tür öffnet, fällst du in einen nie endenden Abgrund. Ist es der selbe Abgrund, an dessen Klippe du standest, bevor dir die Türen erschienen? Können sich die Türen wieder öffnen, nachdem du gestürzt bist? Ist ein Kreislauf möglich?



