Friday, December 29. 2006
Jopp Frauenfitness
Ich war bereits im Jahr 2001 in einem Fitnessstudio angemeldet gewesen.
Das war im Jopp Frauenfitnessstudio in der Friedrichstraße. Wobei ich
ein Jahr zwar angemeldet, aber davon ich nicht mal fünf Wochen trainieren war.
Genau fünf Jahre später, das ganze von vorn. Aber diesmal bin
ich wirklich mit Freude und vor allem Elan dabei. Ich bin seit
02.09.2006 nun fast jeden zweiten Tag in dem Studio in Pankow. Habe
meine Mutter nach vier Wochen davon überzeugt und nun gehe ich sogar
regelmäßig mit ihr dorthin. Wir fühlen uns seitdem beide hervorragend,
naja besser auf jeden Fall. Und wir machen weiter. Und kosten die
Freude aus. Es ist die beste Idee seit langen, die ich dank Nisrien
Reslan hatte, ich danke dir hierfür.
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Weihnachten
Weihnachten wurde das erste mal in meinem Leben in meinen eigenen vier Wänden gefeiert...
...meine Schwiegerfamilie hatte sich in den Kopf gesetzt bei uns zu
sein, wenn wir es schon im Dezember nicht schaffen sollten, uns zu
Weihnachten in Münster zu vereinen. Mir war die Idee etwas suspekt,
hatte auch ein wenig bammel davor, dass ich die Verantwortung für die
Festlichkeit haben würde.
Ich
hatte es nicht in meinem Bewusstsein verankert, dass keiner von mir ein
Fest erwartete. Nur Helena hatte den Wunsch geäußert, mal einen
richtigen Baum zum Fest zu haben, was ich ihr auch drei bis vier Wochen
vor Heiligabend versprach. Dabei liegt mir selbst ja eher weniger an
christlichen Riten, durch meine muslimische Erziehung.
Sonst gab
es seit mehreren Jahren nur einen wenig geschmückten vielleicht
kniehohe Plastiktanne, die immer wieder entstaubt ausgepackt wurde,
wenn die Uedings bei Mama Ueding zusammen trafen. Aber auch ich
trumpfte nur mit einem Plastikbaum auf, weil mir das alles zu aufwendig
war, einen lebendigen Baum zu besorgen. Das enttäuschte Gesicht Helenas
war ja eher aufgesetzt, aber weiß man das wirklich?
Auch streßte
mich meine Erkältung sehr. Keinen außer meinem Mann, mit dem ich alles
besprechen kann, war es wichtig, mir einfach mal gute Besserung zu
wünschen. Ich fand das sehr ignorant und zog mich daran auf. Dabei
erinnerte ich mich an den Vorfall, dass mich Anna nicht ernst nahm, als
ich im November meine Erkältung hatte.
Natürlich tat mir das
seelisch weniger gut, mich so hineinzusteigern. Das Aufziehen machte
sich darin bemerkbar, dass ich mich über das Singen ärgerte, über ihre
Fröhlichkeit, Dinge falsch interpretierte. Weil wir so verschiedenes
Temperament haben. Besser gesagt, die haben null und ich hundert
Prozent davon.
Bis auf einen Vorfall, ertrug ich auch alles stillschweigend bis...
Meinem
Ärgernis machte ich in der Form Luft, dass ich laut kreischend
aufsprang, als es darum ging, die Regeln für das Mensch ärgere Dich
nicht festzulegen. Ich fühlte mich hintergangen von Helena, die erst
bei einer demokratischen Wahl (es ging um das Überspringen im Heimfeld)
auf meiner Seite schien, dass aber nur aus Höflichkeit wie sie später
meinte, weil sie es als ungerecht empfand, dass ich mit Anna allein
stand mit meiner Meinung zu überspringen...naja ich kreischte Helena
an, dass ich sehr sauer sei und Helena die Cola ins Gesicht schütten
könnte. Ich verlies das Zimmer fluchtartig, setzte mich in die Küche,
mein Mann kam um mich zu beruhigen, nahm das erst nicht so ernst und
erst als eine Sekunde später die Cola in seinem Gesicht landete, war
klar, dass ich sehr aufgebracht sein musste. Ich wischte die Cola auf,
währenddessen kam Helena wollte mich umarmen, aber ich sagte nur noch
im aufgelösten Zustand, sie solle mich lassen, ich sei gereizt. Dann
fluchtartig in mein Zimmer schloß die Tür ab, da kam Thomas um sich
umzuziehen, ihm öffnete ich die Tür, war er doch überall nass geworden,
nicht nur im Gesicht.
Er sprach beruhigend auf mich ein, ich
wollte mich vor den anderen drücken und eigentlich zum Sport, aber
Thomas meinte das käme nicht in Frage, ich sollte mich entschuldigen
und mich zum Spiel hinzusetzen. Das hat ich auch. Entschuldigte mich
kleinlaut und die anderen taten so als sei nichts passiert.
Hoffentlich
lerne ich meine Mitmenschen doch etwas besser kennen und akzeptiere sie
so wie sie sind, weil sie auch mich so nehmen wie ich bin. Mein Mann
muss schließlich auch mit meiner Familie auskommen.
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Posted by Arzu
in Leiden, Verwandtschaft
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15:37
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